Unterricht und Lehrgang digital unterstützen
Der Übungsabend besteht nicht nur aus der Lage. Davor steht der Unterricht, danach die Auswertung — und dazwischen die Frage, ob das Gesagte angekommen ist. Pointica trägt alle drei Teile in derselben Umgebung: für Ausbilderinnen und Ausbilder bei Feuerwehr, Rettungsdienst, THW und Polizei.
Der Ausbilder-Alltag: Vorbereitung kostet mehr Zeit als der Unterricht
Wer eine Ausbildungseinheit vorbereitet, kennt den Ablauf: Der Termin steht seit Monaten im Ausbildungsplan, die Unterlagen liegen verteilt auf einem Dienst-Laufwerk, einem privaten Rechner und in einem Ordner im Schrank. Die Folien stammen aus dem letzten Jahr und passen nur halb.
Dazu kommt die eigentliche Schwierigkeit: Aufmerksamkeit halten. Nach einem Arbeitstag sitzt die Mannschaft im Lehrsaal, hört zu und sieht zu. Ob der Stoff ankommt, zeigt sich meist erst im Einsatz. Genau hier setzt Pointica an: Die Gruppe arbeitet an einer Lage mit, statt einem Vortrag zu folgen.
- Material an einer Stelle statt auf vier Datenträgern
- Ein Werkzeug für Vortrag, Übung und Auswertung — kein Wechsel mitten im Abend
- Rückmeldung über den Wissensstand, während der Unterricht läuft
- Dieselbe Vorbereitung mehrfach verwendbar, für die nächste Gruppe und das nächste Jahr
Das Szenario ist der Hauptteil — der Unterricht rahmt es
Pointica ist kein Kursportal und keine Foliensammlung, sondern ein Einsatzsimulator. Der Kern einer Ausbildungseinheit bleibt deshalb das Szenario: Die Teilnehmenden handeln in einer 360-Grad-Umgebung, befragen Betroffene, sichten, versorgen und führen. Was davor und danach liegt, gehört jedoch genauso zur Ausbildung — und liegt bei Pointica im selben Raum.
Einstieg
Lagevortrag, Unterlagen und Bilder liegen dort, wo auch die Übung stattfindet — aufrufbar, ohne das Werkzeug zu wechseln.
Übung
Der Handlungsteil: Die Gruppe arbeitet an derselben Lage, geführt durch die Ausbildung oder selbstständig erkundend. Alle sehen dieselbe Lage zur selben Zeit.
Auswertung
Nachbesprechung mit dem, was tatsächlich passiert ist — nicht mit dem, was die Erinnerung noch hergibt. Ideen und Kritik werden dabei gesammelt.
Diese Reihenfolge ist der übliche Aufbau einer Ausbildungseinheit. Neu ist nur, dass sie nicht mehr über drei Programme verteilt ist.
Ausbildungsunterlagen an einer Stelle
Unterlagen werden abgelegt, freigegeben und im Unterricht aufgerufen. Wer welches Material sehen darf, entscheidet die Ausbildungsleitung. So bleibt der Bestand nutzbar, statt bei jedem Ausbilderwechsel neu zusammengesucht zu werden.
Vor dem Unterricht
- Unterlagen ablegen und ordnen
- Freigabe je Gruppe festlegen
- Lagevortrag und Bilder vorbereiten
- Szenario auswählen oder anpassen
Im Unterricht
- Material direkt aufrufen und zeigen
- Fragen an die Gruppe stellen
- Vom Vortrag in die Lage wechseln
- Beiträge und Meldungen mitlesen
Nach dem Unterricht
- Auswertung gemeinsam durchgehen
- Ideen und Kritik sammeln
- Bericht für die Ausbildungsakte
- Unterlagen für die nächste Gruppe behalten
Über das Jahr
- Ausbildungsplan mit denselben Lagen füllen
- Themen wiederholen und vergleichen
- Neue Ausbilder übernehmen den Bestand
- Nachweise ohne Nachbereitung von Hand
Quiz, Abstimmung, Ideensammlung: Wissensstand und Beteiligung
Ein Vortrag verrät nicht, ob er verstanden wurde. Drei einfache Mittel ändern das, ohne den Unterricht zu unterbrechen:
Interaktive Elemente im Unterricht
- Quiz und Wissensabfrage — vom kurzen Zwischenruf mitten im Vortrag bis zur Leistungsüberprüfung am Ende eines Lehrgangs. Fragen, die Sie bereits in einer Lernplattform gepflegt haben, lassen sich übernehmen
- Abstimmung — ein Meinungsbild in Sekunden: Wie würden Sie hier vorgehen? Sichtbar für alle oder nur für die Ausbildungsleitung
- Ideensammlung — was der Gruppe zur Lage einfällt, wird eingesammelt statt zugerufen. Auch die stillen Teilnehmenden kommen zu Wort
- Nachrichten — untereinander oder in Gruppen, auch während eine Übung läuft
Der Nutzen ist doppelt: Die Ausbildung sieht, wo nachgelegt werden muss, und die Gruppe bleibt beteiligt.
Lehrsaal, Wache oder verteilt von zu Hause
Der Unterricht findet dort statt, wo die Gruppe gerade ist: im Lehrsaal auf der Leinwand, in kleiner Runde auf der Wache oder verteilt an eigenen Geräten. Teilnehmende steigen über den Browser ein; eine Installation ist nicht nötig.
Für ehrenamtliche Einheiten ist das der praktische Unterschied: Wer nach Schicht keine Anreise mehr schafft, nimmt trotzdem teil. Mehr dazu unter Feuerwehr-Training.
Kreisausbildung und Lehrgänge: dieselbe Lage für mehrere Gruppen
In der Kreisausbildung läuft derselbe Lehrgang mehrmals im Jahr, mit wechselnden Gruppen und Ausbildern. Eine einmal aufgebaute Lage lässt sich für jede Gruppe erneut starten — gleiche Ausgangsbedingungen, gleiche Aufgaben. Das macht die Durchgänge vergleichbar.
| Ausbildungsform | Typischer Ablauf | Was Pointica dazu beiträgt |
|---|---|---|
| Übungsabend in der Einheit | Kurzer Unterricht, dann eine Lage, dann Nachbesprechung | Alle drei Teile in einer Umgebung, Bericht am Ende |
| Kreisausbildung | Mehrere Gruppen, gleicher Lehrgangsinhalt, wechselnde Ausbilder | Wiederholbare Lagen und gemeinsamer Unterlagenbestand |
| Lehrgang mit Abschluss | Unterrichtsblöcke, praktische Teile, Leistungsüberprüfung | Wissensabfrage und Handlungsteil im selben Bericht |
| Führungsausbildung | Lagebeurteilung, Entschluss, Befehlsgebung | Lagekarte und Führungsübung ohne Kräfte vor Ort |
| Fortbildung auf der Wache | Kurze Einheit im Dienst, oft ohne Vorbereitungszeit | Vorbereitete Lage aus dem Bestand starten |
Für die Führungsebene gilt dasselbe Prinzip in größerem Maßstab; die Einzelheiten dazu stehen unter Führungsausbildung.
Ein Bericht für Unterricht, Wissensabfrage und Übung
Unterricht, Quiz und Übung erzeugen sonst drei getrennte Stapel: eine Anwesenheitsliste, ein Testergebnis und die Erinnerung an die Lage. In Pointica landet alles im selben Bericht — mit Zeitverlauf statt Gedächtnisprotokoll.
- Teilnahme an Unterricht und Übung wird mitgeschrieben
- Ergebnisse aus Quiz und Wissensabfrage stehen daneben
- Der Ablauf der Lage ist nachvollziehbar, nicht nur das Ergebnis
- Grundlage für die Nachbesprechung im Anschluss
- Verwendbar als Nachweis für die Ausbildungsakte
Wie diese Auswertung im Einzelnen aufgebaut ist und wie eine Nachbesprechung damit geführt wird, beschreibt die Seite After-Action-Review.
Ehrliche Abgrenzung: Pointica ersetzt kein Lernmanagementsystem
Wenn Ihre Organisation Moodle, ILIAS oder ein vergleichbares Lernmanagementsystem betreibt, bleibt das so. Solche Systeme sind für Kursverwaltung, Lernpfade, Zertifikate und die Ablage großer Textbestände gebaut, und sie tun das gut. Pointica tritt nicht an, das zu ersetzen.
Was in einem Lernmanagementsystem hingegen fehlt, ist der Handlungsteil: eine Lage, in der die Gruppe entscheidet, sich abstimmt, sichtet, führt — und hinterher sieht, was daraus geworden ist. Genau diesen Teil ergänzt Pointica. Die sinnvolle Aufteilung sieht deshalb meist so aus:
Bleibt im Lernmanagementsystem
- Kursverwaltung und Lernpfade
- Theoriebestand und Skripte
- Zertifikate und formale Abschlüsse
- Verwaltung der Lehrgangsanmeldungen
Kommt mit Pointica dazu
- Die Lage, in der gehandelt wird
- Unterricht und Übung im selben Raum
- Beteiligung durch Quiz und Abstimmung
- Auswertung mit dem ganzen Ablauf
Über den Umfang eines automatischen Datenaustauschs zwischen beiden Systemen sprechen wir im Einzelfall — hier wird nichts versprochen, was nicht vorher gemeinsam geprüft wurde.
Ihren nächsten Ausbildungsabend einmal digital durchspielen
Am besten an Ihrem eigenen Ausbildungsplan: ein Thema, eine Gruppe, ein Abend — Unterricht, Lage und Auswertung einmal komplett.
Testzugang anfragen